Montag, 21. März 2016

Meine KrankenGedichte ;o)

21.3.2016

Wenn, dann
(Allen unzufriedenen Kranken gewidmet)


Was die hier in dem Krankenhaus
Mit Leuten machen ist ein Graus,
Denn klingelt man und ist verspannt
Kommt nicht mal jemand angerannt.


Vergessen hat auch wieder mal
Die Schwester meine ganze Qual
Und nicht mal hat sie dran gedacht,
Mich einzucremen letzte Nacht.


Dann kriegt man keine Brötchen hier,
Nur Brot, was kann denn ich dafür,
Wenn Fragen zu dem Elendsschmaus
Hier reingeh’n und da wieder raus?


Und überhaupt, ich bin nur da,
Damit hier jemand, ist doch klar,
Mal auf den Putz haut, denn es fehlt
Hier jemand, der ein bisschen quält.


Und wenn ihr meint, ihr könnt mich hier
So übersehen, mach ich mir
Den Spaß und bringe euch auf Trab,
Da brech' ich mir doch keinen ab.


Sobald ich dann gesundet bin,
Da schreib' ich alles wörtlich hin,
Damit so meine ganze Wut
Verraucht – und dann ist wieder gut!


kt





20.3.2016


Schwester Gunda rächt sich


Im Krankenhaus, im Krankenhaus
Lässt Gunda alle Kranken 'raus,
Die ihr das Leben jede Nacht
Auf ihrer Herzstation ab acht
Vermaledeit und schwer gemacht.


Zunächst schiebt sie 'nen Herrn schon mal
Ganz vorne in den Eingangssaal,
Von da mit einem Riesensatz
Zur Eingangstüre: Tschüß mein Schatz,
Dort draußen ist noch so viel Platz.


Der Nächste wird mit einem Gurt
Im großen Bade festgezurrt,
Damit er seine Finger nicht,
Und Hände, wie bei jeder Schicht
'wo hinlegt, denn das mag sie nicht.


Sie hat die ganze Herzstation
So nach und nach, man denkt sich’s schon,
Mit Eifer gänzlich freigeräumt,
Denn lang' hat sie davon geträumt
Und ewig hatte sie’s versäumt.


Dann legt sie einen Tango hin,
Den spielt sie gänzlich aus dem Sinn
Auf einem Kamm und singt so schön
Von Kobolden und auch von Feen,
Vom Abschied und vom Wiederseh’n.



kt




18.3.2016


Rücken


Es kratzt derweil der Rücken.
Dann ist es ein Entzücken,
Wenn irgendwas man findet,
An dem man sich dann windet.


Bisweilen eine Eiche,
Kratzt, hier im Krankenreiche,
Mich, wenn ich Jucken spüre,
Die Kante meiner Türe.


Und wenn ich die nicht hätte,
Dann läge ich im Bette
Und würde dort rotieren.
Das will man nicht probieren!


kt


14.3.2016

Aus dem Krankenhaus nach einer wahren Begebenheit, erzählt von einem Mitpatienten:


Das kleine Zaubertier schlägt zu


Es bricht das kleine Zaubertier
So gerne Hals und Nase
Und singt dabei: Ich zauber' dir
Auch Zähnchen weg, mein Hase!

Wer sich ihm nähert sollte schon
Von Anfang an bedenken,
Es kann nicht Liebe, aber Hohn
Plus Schwierigkeiten schenken.

Darum sag' einfach: Guten Tag.,
Schlag' einfach einen Bogen,
Denn wenn das Zaubertier nicht mag,
Dann mag’s nicht – ungelogen!


kt


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